Geschichte

Vergangene Projekte vom Jugendrat Koblenz

Den Jugendrat gibt es schon ziemlich lange. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es den Jugendrat. Für lange Zeit wurden hierfür Jugendliche von den Schulen und Jugendeinrichtungen entsandt, seit 2008 wird der Jugendrat in der Art und Weise gewählt, wie wir es heute tun. Hier wollen wir einen kurzen Einblick geben in unterschiedliche Projekte vom Jugendrat aus den vergangenen 20 Jahren. Manche sind nur einmalig durchgeführt worden oder nach mehreren Durchgängen gibt es derzeit keinen Bedarf mehr dafür. Andere Projekte führen wir mit mehr oder weniger großem Abstand weiterhin durch. Dazu gehören zum Beispiel:

Jugendforum (seit 2001)

Das Jugendforum wird gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro Koblenz durchgeführt. Ziel dieses Projekts ist, die Koblenzer Jugendlichen in Verbindung mit Koblenzer Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern zu bringen. Das Jugendforum findet alle zwei Jahre statt. Entweder ist das Jugendforum für Jugendliche aus einem Koblenzer Stadtteil die Chance, ihre Wünsche nach Veränderung im Stadtteil mit Politik und Verwaltung zu diskutieren. Die Jugendlichen erarbeiten dann gemeinsam Bedürfnisse und Wünsche, welche sie speziell für ihren Stadtteil haben und stellen diese dann vor. Oder das Jugendforum greift eine aktuelle Wahl auf und es gibt Diskussionen von Jugendlichen mit Kandidatinnen und Kandidaten hierzu.

Diskussionsveranstaltungen zu Wahlen (seit mind. 2014)

Unter dem Titel „Jugendforum“ haben wir (wie oben beschrieben) immer wieder Diskussionsveranstaltungen zur Wahl durchgeführt. 2014 zur Kommunalwahl, 2016 zur Landtagswahl, 2017 zur Bundestagswahl und 2019 haben wir sogar zwei Veranstaltungen zur Kommunalwahl gemacht, die mit unterschiedlichen Konzepten unterschiedliche junge Menschen angesprochen haben. Das dabei entwickelte Format #nachgefragt, was eine Kooperation von JuKuWe, Kinder- und Jugendbüro Koblenz, Stadtjugendring Koblenz, SSV und den studentischen Gremien der Hochschule und Universität ist, möchten wir auch in Zukunft weiter durchführen.

Orte der Kinderrechte seit 2009

Orte der Kinderrechte haben in Koblenz eine lange Tradition und sind ein Projekt vom Jugendamt der Stadt Koblenz, dem Kinder- und Jugendbüro Koblenz sowie der Jugendkunstwerkstatt Koblenz e.V. Mehr dazu, erfahrt ihr hier. Der Jugendrat hat den ersten Ort der Kinderrechte 2009 gefertigt zum Thema „Alle Kinder sind gleich“. Die Tonsäule steht am Spielhaus am Moselufer. In den Folgejahren entstanden weitere Kunstprojekte:

2010: Thema Kindeswohl am Moselufer Balduinbrücke
2011: Thema Recht auf Gesundheit auf der Festung Ehrenbreitstein
2013 Thema Schutz vor Missbrauch Jugendliche an der Gemeinde JAM
2014 Thema „Bekanntmachung der Kinderrechte in der Sparkassen-Filiale in der Schloßstr. in Koblenz.
2015: Thema Gedankens-, Gewissens-, Religionsfreiheit auf dem Zentralplatz
2016: Thema Recht auf Bildung in KHJ Arenberg
2017: Recht auf Beteiligung (im Gericht) am Rheinufer (Nähe OLG)
2018: Recht auf Spiel, Freizeit und Kultur bei der Sparda-Bank
2019: Thema Flüchtlingskinder in der GoetherealschulePlus


Buga für alle Schängel 2009-2011

2011 gab es in Koblenz die große Bundesgartenschau (Buga). Eigentlich ist das (wie der Name schon verrät) eine Veranstaltung, wo es viel um Blumen und Gärten geht. Dafür wurden zum Beispiel das Festungsgelände der Festung Ehrenbreitstein und der Park davor neu gemacht, genauso wie die Parks an der linken Rheinseite.

Hier hat zum einen der Jugendrat bei der Planung des großen Kletter-Spielplatzes auf dem Festungsplateau geholfen und zum anderen haben wir die Aktion „Buga für alle Schängel“ 2009 ins Leben gerufen. Wir wollten damit möglichst vielen Kindern und Jugendlichen aus Koblenz einen kostenlosen Zugang zur Buga schaffen. Es gab keine Vergünstigungen für Koblenzer Kinder und Jugendliche und es gab Bedenken, dass sich viele Leute solch ein Ticket nicht so oft (oder gar nicht) leisten können. Mit den Zuständigen der Buga haben die Mitglieder damals einen Deal ausgehandelt: Für jede Karte, die über Sponsoren etc. finanziert werden konnte, gibt die Buga GmbH eine da. Durch diesen Deal motiviert, gab es eine Vielzahl an unterschiedlichen Aktionen, um möglichst viel Geld für Eintrittskarten zu sammeln: Es gab Firmen, die Geld gespendet haben, es wurde über die zwei Jahre Kuchen verkauft, Konzerte veranstaltet uvm. Am Ende konnten 7.600 Karten an bedürftige Kinder und Jugendliche verteilt werden!

Unterführung an der Balduinbrücke

Unterführungen sind manchmal Orte, durch die man nicht so gerne durchgeht. Komische Gerüche, Dunkel und nicht gut einsehbar machen daraus nicht die nettesten Orte. Wir wollen das ein wenig ändern und haben damals getragen durch die AG Sicherheit seit 1999 die Patenschaft für die Unterführung an der Balduinbrücke (zwischen „weißer Höfe“ und dem Weg Richtung Altstadt) übernommen. 2000, 2010 und 2015 haben wir jeweils neue Graffitis mit Unterstützung von unterschiedlichen Graffiti-Künstlern aus der Region angebracht.


Berlin-Fahrt 2015

Detlev Pilger, der für die SPD im Bundestag sitzt, hat uns nach Berlin eingeladen! Dieser Einladung sind wir natürlich gerne gefolgt und waren 2015 in Berlin, um unsere Bundeshauptstadt besser kennenzulernen. Neben dem Besuch im Bundestag und einem Gespräch mit Herrn Pilger haben wir auch rund um die Gedenkstätte Berliner Mauer einen Fotoworkshop gemacht, haben uns mit einem Jugendrat eines Berliner Bezirks getroffen und natürlich auch ein bisschen Sightseeing gemacht.

Koblenz für alle Schängel 2015/2016

2015 wollten auch wir unseren Teil dazu beitragen, dass die hierhin in großer Zahl Geflüchteten leichter ankommen. Deswegen haben wir ein Patenschaftsprojekt ins Leben gerufen „Koblenz für alle Schängel“. In dem haben wir uns regelmäßig in kleinen Gruppen mit Jugendlichen, die hierhin geflüchtet sind getroffen. Unsere Idee war es, „unser“ Koblenz zu zeigen – also nicht die Touristen-Version, sondern das Koblenz der Jugendlichen. Wo gibt es gute Döner, wo kann man gut lernen, wer hat das beste Eis, welche Freizeitmöglichkeiten gibt es? Durch die Treffen haben wir dann nicht nur Koblenz zeigen können, sondern auch miteinander geredet und dadurch etwas dabei geholfen, deutsch zu lernen. Die Treffen sind dann langsam wieder eingeschlafen, nachdem es für alle immer schwieriger wurde, Zeit dafür zu finden. Ein guter Schulabschluss war (bzw. ist) natürlich wichtig für alle und dafür ging dann (neben der Schule bis 16 Uhr) dann viel Zeit für die geflüchteten Jugendlichen drauf.

Pfandringe 2015-2018

Pfandringe

Da wir es nicht gut finden, wenn Pfand im Mülleimer landet, weil viele Menschen zu faul sind, ihre unterwegs gekauften Pfandflaschen an den Automaten zu bringen, haben wir darüber diskutiert, was man dagegen tun kann. Schnell kamen wir auf die sogenannten „Pfandringe“. Das sind Metallgestelle, die an Mülleimern oder Laternenpfählen angebracht werden und man unkompliziert sein Pfand abstellen kann. Insgesamt konnten wir nach viel Vorbereitung im Jahr 2018 die ersten vier Koblenzer Pfandringe an Mülleimern anbringen. Da uns vier natürlich nicht reichen, haben wir nach einem Jahr darum gebeten, weitere Pfandringe anzubringen. Das hat geklappt und nun hoffen wir, dass wir nach und nach weitere belebte Orte in Koblenz mit Pfandringen versorgen können.