Projekte

 

Berlin-Fahrt 2016

Detlev Pilger, Mitglied des Bundestages, hatte uns bereits vor einiger Zeit nach Berlin zum Besuch des Bundestages eingeladen. Leider hat es lange zeitlich nicht geklappt, aber im Mai 2016 war es dann soweit: Wir sind für fünf Tage nach Berlin gefahren und haben nicht nur den Bundestag genau inspiziert, sondern auch ansonsten viel von Berlin gesehen. Da man knapp sechs Stunden nach Berlin fährt und sich die Fahrt auch etwas lohnen sollte, haben wir den Fronleichnams-Feiertag genutzt, um wenig Schule zu verpassen und trotzdem viel Zeit in Berlin verbringen zu können.

Die Hin- und Rückfahrt ging (nach dem alle Koffer und Taschen einen Platz gefunden hatten...) problemlos mit der Bahn. Nachdem wir unser Hotel im Prenzlauer Berg bezogen haben, haben wir uns für das Abendessen in Kleingruppen aufgeteilt, so dass jede/r etwas gefunden hat, was ihm/ihr geschmeckt hat. Am Donnerstag ging es dann gleich nach dem Frühstück los zum Reichstag, durch die Sicherheitsschleusen und dann in den Plenarsaal. Dort wurde uns einiges über die Geschichte des Hauses erzählt sowie über die Aufgaben des Bundestags und des Bundesrats. Danach war noch ein Gespräch mit der Mitarbeiterin von Detlev Pilger vereinbart gewesen. Da sitzungsfreie Woche war, sollte er selber eigentlich nicht in Berlin sein, sondern in seinem Wahlkreis. Daher war unsere Überraschung groß, als er auf einmal selber dort stand. Wegen eines privaten Termins war er eh am Wochenende in Berlin und ist daher extra für uns einen Tag früher angereist! Das Gespräch war sehr spannend, neben dem bewegten Lebenslauf ging es natürlich auch um die Einblicke in die konkrete Arbeit eines Bundestagsabgeordneten uvm. Nach dem Gespräch konnten wir dann noch auf die berühmte Glaskuppel sowie im Anschluss zu einem Mittagessen im Paul-Loebe-Haus.

Nachmittags liefen wir vom Bundestag zum Potsdamer Platz und konnten so zum einen das erste mal das Brandenburger Tor sehen und zum anderen das Denkmal für die ermordeten Juden im Holocaust (Stelenfeld) begehen. Besonders spannend fanden wir den Vergleich zum Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma aus der NS-Zeit, was ganz in der Nähe ist, aber eine ganz andere Stimmung hat. Abends ging es dann nach Schöneberg, wo wir den Vorstand vom Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg getroffen haben. Mit ihnen haben wir uns dann nicht nur über unsere jeweilige Arbeit ausgetauscht, sondern uns auch noch Tipps fürs Shoppen in Berlin geholt, Werwolf gespielt und miteinander Zeit verbracht.

Am Freitag hatten wir wieder einen relativ frühen Start und sind in die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße gefahren. Die Bernauer Straße war durch die Berliner Mauer knapp 30 Jahre geteilt und der Mann, der uns durch den ehemaligen Mauerstreifen geführt hat, konnte uns anschaulich und eindrücklich von dieser Zeit erzählen. Anhand von Einzelschicksalen wurde uns das Ausmaß dieser Trennung sehr deutlich. Im Anschluss daran nahmen wir noch an einer fotografischen Spurensuche teil. Wir wurden ausgestattet mit Fotos aus den 1950er/1960er Jahren, die an der Bernauer Straße aufgenommen wurden sowie Straßenkarten der Straße von vor 1961, zwischen 1961 und 1989 und nach dem Mauerfall. Außerdem erhielt jede Kleingruppe eine Kamera und sollte nun die Orte suchen, an denen die Fotos vermutlich aufgenommen worden sind und dort selber Fotos machen, einen Teil davon seht ihr hier:

 

 

 

 

Im Anschluss verglichen wir diese und erhielten noch mehr Informationen über Berlin als getrennte Stadt. Auch hier war es eine gute Mischung zwischen Informationen und eigenem Handeln und hat uns sowohl Spaß gemacht, als auch zum Nachdenken angeregt. Den Freitag nachmittag haben wir dann mit Sightseeing verbracht und abends wieder in kleinen Gruppen gegessen.

Samstag war unser letzter Tag in Berlin, die meisten haben den freien Vormittag (sehr erfolgreich) zum shoppen genutzt. Am Nachmittag haben wir uns dann wieder getroffen uns sind in einen Trampolinpark im Norden Berlins gefahren. Das war eine sehr lustige, aber auch überraschend anstrengende Stunde, die wir dort drin gehüpft sind und daher konnten wir die Pizza und Pasta am abend noch besser genießen. Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir zurück ins Hotel und haben den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

Am Sonntag ging es dann wieder bepackt zurück nach Berlin, die Rückfahrt haben viele dazu genutzt, um Schlaf aufzuholen, der in den Nächten zum Teil ein wenig zu kurz kam.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Detlev Pilger für die Einladung, allen Menschen, die am verkaufsoffenen Sonntag im März 2016 bei uns Kuchen gekauft haben sowie unserem Oberbürgermeister Herrn Prof. Dr.  Hofmann-Göttig für die freundliche Spende, die uns die Fahrt nach Berlin finanziell deutlich erleichtert haben.

 

 

Jugendbefragung 2011

Besonders wichtig für die Arbeit des Jugendrat Koblenz ist es, dass wir wissen, was die Jugendlichen in Koblenz bewegt, was sie gut finden, wovor sie Angst haben, womit sie ihre Freizeit verbringen etc. Deswegen hat der Jugendrat 2011/2012 eine Jugendbefragung durchgeführt: In Zusammenarbeit mit der Kommunalen Statistikstelle und MItarbeitern des Jugendamts wurde ein Fragebogen entwickelt und von Koblenzer Schülerinnen und Schülern beantwortet. Anschließend wurden die erhobenen Daten digitalisiert und mit der Expertise der kommunale Statistikstelle, allen voran Frau Schüller, ausgewertet. Da wir eine repräsentative Stichprobe sowohl hinsichtlich der Anzahl der befragten Personen, als auch der Verteilung von Geschlecht, MIgrationshintergrund und Alter erreichen konnten, können die Ergebnisse unserer Befragung auch als repräsentativ gelten. Dies freut uns ganz besonders, weil wir dadurch immer wieder darauf zurück greifen können und nun wissen, was die Koblenzer Kinder und Jugendliche bewegt.

Die Fragen umfassten die Bereiche Schule, Mobilität, Freizeit, SIcherheit, Persönliches und Beteiligung. Hiher einige Beispiele unserer Befragung: Die Bewertung des Zustands der Schulen war je nach Schule sehr unterschiedlich, ein Dauerbrenner war aber die Sauberkeit und Ausstattung der Schultoiletten. Bei der Mobilität wurde vor allem das Fehlen der Radwege und die unpünktlichen Busse und Bahnen kritisiert. In der Freizeit sehen die Koblenzer Kinder und Jugendlichen ihre Freunde in der Mehrheit täglich oder fast täglich, daher überrascht es nicht, dass mit Freunden treffen bei fast allen (außer bei den Jungen zwischen 14 und 17 Jahre) an erster Stelle der Tätigkeiten in der Freizeit steht. Die größte Sorge der Kinder und Jugendlichen ist die Schule, mit großem Abstand folgen dann Liebeskummer, Streit und die Sorge um die Gesundheit.. Das schönste im Leben der Jugendlichen sind die nahen Beziehungen, d.h. die Freunde zu habe, verliebt zu sein oder die Familie. Die Ergebnisse der Befragung findet ihr hier  auch noch mal zum nachlesen.

 

 

Wahlzeit

Auch im Jahr 2017 wird wieder in Koblenz gewählt - dieses mal nicht nur der Bundestag, sondern auch die Stelle des Oberbürgermeisters wird neu ausgeschrieben. Wir werden sicherlich auf die ein oder andere Weise den Kandidaten für die beiden Wahlen auf den Zahn fühlen und schauen, wie sehr sie sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen interessieren. Bleibt also gespannt, wir halten euch auf dem Laufenden!

 

 

 

Vor der Bundestagswahl 2013 arbeitete die Rheinzeitung im ganzen Verbreitungsgebiet bei ihrer Berichterstattung mit Jugendlichen zusammen, um Politik verständlich zu machen, Positionen und Ziele der einzelnen Parteien und Politikerinnen "auf den Punkt zu bringen" und Jugendliche für Politik zu interessieren.

In Koblenz wurde unter den Bewerbern die Redaktion der Schülerzeitung des Max-von-Laue-Gymnasiums, "Die Hupe", ausgewählt, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Berichte kritisch gegenlasen auf Verständlichkeit und die auch selbst Interviews führten und Berichte schrieben.

 

 

Anläßlich der Idee der Lokalredaktion Koblenz, gemeinsam mit Jugendlichen eine Podiumsdiskussion mit allen sieben Direktkandierenden des Wahlkreises 200 zu veranstalten, stießen dann Jugendratsmitglieder zu diesem Projekt dazu. Sie interviewten ebenfalls Kandidierende, Landes- und Bundespolitiker (so zum Beispiel Herrn Wefelscheid, Herrn Pilger, Frau Kraft, Herrn Gabriel, Herrn Bahr).

Gemeinsam bereiteten die drei Projektpartner die Podiumsdiskussion vor, die am 12. September 2013 im Saal des Kurt-Esser-Hauses von über 90 Gästen besucht wurde (Schüler aus Leistungskursen Sozialkunde des Max-von Laue-Gymnasiums und des Julius-Remy-Gymnasiums Bendorf, der Schülerzeitzung "Die Anstalt" vom Görres-Gymnasiums, Lehrern und anderen Interessierten.

Es wurde unter der Moderation von Ingo Schneider (Leiter Lokalreaktion RZ) und Lena Adams und Fabian Braun (Jugendrat) sehr diszipliniert und vollgepackt mit klaren und klar gemachten Informationen und Standpunkten diskutiert. Die Zuhörer/Frager bestätigten am Ende, dass sie nun wesentlich besser wüssten, wen sie wählen (die ü18) oder wählen würden (die u18). Die Kandidierenden waren ebenfalls mit der Veranstaltung sehr zufrieden, insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der kleineren Parteien  äußerten sich sehr zufrieden darüber, dass sie gleichberechtigt zu Wort gekommen waren.

 

 

 

 

 

Abschluss des Projektes  

Das Projekt fand am 25. Oktober 2013 einen sehr schönen Abschluss im Druckhaus der RZ.

Ingo Schneider, Chef der Lokalredaktion, moderierte eine Abschlussdiskussion, in der ausführlich die positiven Erlebnisse der beteiligten Jugendlichen und Erwachsenen und all ihre neuen Erfahrungen zur Sprachen kamen. Die Podiumsdiskussion in der JuKuWe wurde dabei als Highlight mehrfach hervorgehoben. Verbesserungsvorschläge für ein nächstes Mal wurden aber ebenso ausgetauscht. Gerne würde die Lokalredaktion der RZ weitere Projekte mit dem Jugendrat gemeinsam ganpacken. Der Jugendrat peilte konkret als "nächstes Mal" die Kommunalwahl 2014 an: Die Themen werden noch viel "hautnäher" sein, als die der Bundestagswahl.

Im Anschluss daran waren alle mächtig beeindruckt bei der Besichtigung der riesigen Maschinerie, die Nacht für Nacht die vielen Zeitungen druckt.